Themenabend 28.01.2007 "Von Gott gegebene Autorität für die Erziehung" (Henk de Cock, Brasilien) - Zusammenfassung
Hier eine gute, kurze Zusammenfassung des Vortrages zum Online-Lesen.
Thema:"Von Gott gegebene Autorität für die Erziehung" (Henk de Cock aus Brasilien)
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Einleitung:
Es soll einen Konsens zwischen Eltern und Lehrern in der Schule geben. Aufgrund elterlichen Interesses an Themenabenden über Erziehung und Familie fand der erste Vortrag, "Von Gott gegebene Autorität für die Erziehung", in der Freien Christlichen Schule Darmstadt statt. (Schulleitung)
Paul Brenner hat Henk de Cock 1988 zuerst durch seine frischen Artikel kennengelernt, dann auch vor Ort in der Nähe von Sao Paolo, Brasilien, wo Henk jetzt seit 43 Jahren auf dem Missionsfeld mit seiner brasilianischen Frau tätig ist. Sie bringen Menschen zu Christus, bauen Gemeinde in Brasilien und Japan, gründeten und leiten eine Bibelschule, wo fundierte Bibelkenntnis auch unter Christen/Kirchenbediensteten vermittelt wird, damit sie Diener Gottes mit dem Wort Gottes werden. Als Direktor der Bibelschule ist Henk sehr nahe auf praktische Weise bei seinen Schülern. Da er sich gerade in Europa aufhält, um in verschiedenen Gemeinden von der Arbeit in Brasilien zu berichten, bot sich diese Gelegenheit an, dass Henk den ersten Themenabend gestaltete.
"Was macht denn der Henk in Deutschland?" (Paul Brenner)
Von Gott gegebene Autorität für die Erziehung (Henk de Cock)
Es gibt überall dieselben Probleme: Menschen haben das Evangelium nötig. Ihr Glauben im Wort Gottes muss aufgebaut werden. Brasilien ist ein ziemlich korruptes Land, in dem es wenige Normen gibt, außer einem: "Schlau sein", wobei Aufrichtigkeit keine Rolle spielt. Ohne Normen gibt es bald Korruption. Eltern haben keine Autorität, weil sie keine Normen haben und kein Vorbild für ihre Kinder sind. Aber das Evangelium kann Menschenherzen ändern.
Autorität rührt daher, dass man selbst Normen hat. Ein intelligenter Mensch hat nicht automatisch Autorität. Mit Autorität kann man Normen festsetzen, und Normen festsetzen kann man dadurch, dass man an Jesus Christus und an die Bibel glaubt. Ps. 89,15 - Gott hat Normen. Wenn er regiert, gebraucht er diese Normen. Sie sind Grundfeste (z.B. Recht und Gerechtigkeit) - nicht willkürlich. Jesus spricht über Gottes Königreich: "Wie im Himmel, so auf Erden ... Dein Wille geschehe ..." Gottes Wille und Normen sollen sein.
Wer an Gott glaubt, glaubt auch an Autorität, denn Gott ist die höchste Autorität. Seine Normen sollen unser Leben auf Erden und im Himmel bestimmen. Wir sollen selbst Autorität bekommen. Haben wir Autorität? Wer sie hat, hat sie einfach in sich - sie lässt sich nicht produzieren. Wer keine hat, schreit, greift nach Macht, wirkt autoritär. In der Bergpredigt (Matth. 7, 28) erkannten die Menschen Jesu Vollmacht - d.h. große Autorität. Jesus schreit nicht, treibt nicht. Die Schriftgelehrten hatten viel Erkenntnis, aber kein Autorität. Worin besteht der Unterschied? Jesus unterwarf sich seinem Vater (z.B. in Gethsemane), er war gehorsam, er hat von ihm gelernt (Hebr. 5,8) und wußte, der Sohn kann nichts aus sich selbst tun. Autorität kommt daher: 1) sich selbst unter die Autorität Gottes stellen, 2) sich auch unter die Autorität der Schriften stellen.
Wenn wir Gott nicht gehorchen, wie können wir erwarten, dass unsere Kinder uns gehorchen? Wir sollen nie etwas von Menschen verlangen, was wir selbst nicht tun. (Ein Missionar lehrt Menschen, zu halten was Jesus Euch gesagt hat ...) Jesus bekam delegierte Autorität von seinem Vater. Joh. 5,21: "welche er will", Jesus hat also einen eigenen Willen. Blinder Gehorsam hat keine Autorität. Man kann niemanden zwingen, Gott zu gehorchen. Wie kann man sich also freiwillig Gott unterwerfen? Wer Autorität hat, kann sich freiwillig unterwerfen. Matth. 8,10: der römische Hauptmann - was sah Jesus in ihm? "Ich bin auch jemand, der unter Autorität steht." Großer Glaube hat mit großer Autorität zu tun - Gehorsam des Glaubens. Es ist ein Beweis des Glaubens, wenn wir Gott gehorchen, Seine Autorität und Normen annehmen. Es ist das Beste für unser Leben, und nicht schwer für Glaubende.
In der Bergpredigt werden Normen mit Autorität aufgestellt. Jesu Leben ist mit Gott stimmig - er tut, was Gott gebietet; wir haben ja einen guten Gott. (Wer Gott nicht gehorcht, kommt unter Gebote der Menschen, und das ist viel schlimmer.)
Es ist sehr schwierig, Kinder in Südamerika zu erziehen. Bei einem Problemkind haben die Eltern zwei Entscheidungen getroffen:
1) "Das sind die Normen! In meinem Haus gelten diese Normen! Die Tür ist für Dich immer offen, ich habe dich lieb, aber: das sind die Normen!" Lass Deine Normen nicht verlorengehen - die Normen (wie das Evangelium) sollen die Kinder verändern, nicht die Kinder die Normen. Ein Kind kann sehen, wenn Gott in deinem Herzen wohnt und du Autorität hast.
2) Froh bleiben! Das Kind braucht deine Traurigkeit nicht zu sehen, noch die Last deiner Traurigkeit zu tragen, und du sollst deinen Glauben wegen der Schwierigkeiten nicht verlieren. Gott trägt dich durch Schwierigkeiten, bewahrt vor Gewalt und schlechten Worten, und gibt Weisheit ... Mit Gott haben wir immer Hoffnung: Für die Welt, für Brasilien, für unsere Kinder - wir können froh sein und die Kinder mit Freude festhalten, denn Freude wirkt anziehend. Freude stammt aus Gottes Autorität in unserem Leben - da verlieren wir die Kontrolle nicht und fühlen uns nicht verloren. Das ist unser Glaube.
Der Hauptmann hat erkannt, dass Jesus unter der Autorität seines Vaters stand, deshalb funktionierte alles ....
Wir sollen entscheiden: "Wir gehorchen." Und bei Problemen: "Erst recht!" Dann werden wir überwinden. Gott delegiert (Römer 13) seine Autorität. Ohne Gott gibt es Geschrei und Gewalt. "Ehre deinen Vater und deine Mutter" - eins der 10 Gebote - gut für die Eltern, auch für die Kinder? Es geht nicht darum, Macht zu ergreifen. Dies ist der größte Beweis für die Autorität der Eltern: Gott gibt Eltern mit diesem Gebot Autorität über ihre Kinder. Eph. 6,1: ein Gebot mit Verheißung, warum, für wen? Die Verheißung ist für die Kinder: Sie brauchen Verständnis für Autorität, damit sie nicht verwildern, innerlich krank werden, oder unter die Autorität der Straße gelangen... Es ist das Beste für die Kinder, dass sie lernen, unter Autorität zu leben.
Jesus hat die höchste Autorität, alle Macht. Seine Jünger bekommen auch Autorität (Matth. 10) z.B. über Dämonen. Autorität ist höher als Gewalt - das Reich Satans besteht aus Gewalt. "Dein Reich komme" - Gottes Autorität soll herrschen. Unsere Autorität gibt unseren Kindern Schutz - wir haben Autorität über Einflüsse aus der Welt, wir sollen mit Autorität für unsere Kinder beten, und als gläubige Väter und Mütter Satan bestrafen.
(Es ist alles so in der Bibel nachzulesen !!!)
Fragen:
1) Wie können wir in Autorität und guter Kindererziehung wachsen?
Wir sollen unsere Kinder lehren, Gott und Jesus zu lieben.
2)Wie ist es mit der "Rute" in der Bibel?
"Rute" - immer in Liebe korrigieren, immer zuerst "abkühlen" bevor wir handeln, nie mit Gewalt handeln, auch wenn ein kleiner Klaps in Liebe bei einem kleinen Kind nötig ist.
3) Was ist, wenn Vater und Mutter nicht einig sind?
Eltern sollen einig sein, sonst haben sie es schwer mit der Autorität.
4) Wie kommt es zu einem Delegieren an die Kinder?
Lehrt die Kinder ständig, was richtig ist, dann folgt das Delegieren automatisch.
5) Was tun, wenn Dinge schief gehen?
Früh anfangen - später ist schwieriger. Von Baby an, z.B. biblische Geschichten erzählen - Kinder lieben Geschichten, besser als Predigten! Mit praktischer Anwendung dabei.
Später,"Unsere Normen in unserem Haus!" Normen nicht fallen lassen! Normen aus Gottes Wort: bleiben ewig bestehen. Nicht die Kinder sollen die Normen verändern, sondern die Normen die Kinder. Wie beim Evangelium.
6) Und wenn die Kinder nicht gehorchen? Konsequenzen?
Entscheidung treffen: 1) Normen nicht verändern, 2) Traurigkeit weglegen (nicht anziehend für Kinder). Es ist schrecklich für Kinder, miesgelaunte Eltern zu haben. Wenn du depressiv wirst, wissen die Kinder, du hast es nicht mehr in Griff. Sie sollen merken, dass du Freude hast - von Gott her - mit Ihm hast du immer Hoffnung für dich und deine Familie. - Strafen, Konsequenzen? - Immer reden, reden, korrigieren, und überlasse Strafe und Gericht dem Herrn. Aber klar, es gibt Regeln und Normen, die sie einhalten müssen - z.B. bis zur vereinbarten Zeit nach Hause kommen, mit in die Gemeinde kommen, als Familie zusammen reisen, usw.
Zwei Sachen sind sehr wichtig: der Glaube an Jesus Christus, und gute Kommunikation mit den Kindern aufrechtzuerhalten.
Die Lehre Gottes aus der Bibel - voll Wahrheit und Gnade sein. Wenn die Sache besprochen ist: Neuer Tag, neuer Anfang, gestern ist vorbei. Lebt froh mit den Kindern. Christen wissen um Vergebung. Sonst wirkst du hart und dogmatisch. "Hab Jesus lieb."
Zusammenfassung: Sheila Reichardt
(eine Besucherin des Abends)

