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DA-Echo 13.12.2006 Zeitungsflirt: Auf Entdeckungstour im Staatstheater

Zeitungsflirt - Neuntklässler der Freien Christlichen Schule werfen einen Blick hinter die Kulissen. Von Lotti Müller, Franzi Koch, Isi Vogel, Lea Peltzig, Laura Szebrat, Helmuth Orschler und Oliver Adam. Darmstädter Echo am 13.12.2006

Noch immer ist das Darmstädter Staatstheater von Bauzäunen umgeben. Doch jenseits der Absperrungen erstrahlt das Gebäude in neuem Glanz. Das gab Schülern der FCSD Anlass, mal hinter die Kulissen zu schauen.

Eckhard Martin, zuständig für Presse und Öffentlichkeitsarbeit am Staatstheater, führt die Gruppe zunächst in den Fundus. Mehr als 300 Kostüme hängen dort allein in der Damen-Abteilung. Es gibt die unterschiedlichsten Kleider aus den verschiedensten Zeitepochen. Einige scheinen mehrere Kilo schwer, beladen mit viel Tüll, Perlen, Federn und sonstigen Accessoires, andere sind leicht und luftig. Auch Hüte oder Kostüme von Märchenfiguren sind in langen Reihen aufgehängt. Sie wurden im Laufe der Jahre bei unzähligen Theateraufführungen gesammelt, da für jedes Stück eigene Kostüme angefertigt werden. Die Kostüme werden von der Theaterschneiderei selbst entworfen und hergestellt. Auch Perücken aus echtem Haar werden hier von Hand geknüpft.

Um jederzeit den individuellen Bedarf an Requisiten zu decken, kann das Theater neben der Schneiderei auch auf eine eigene Schuhmacherei, Schreinerei, Maschinerie, Schlosserei, Malerei und Wäscherei zurückgreifen. Dabei ist das Staatstheater gar nicht kleinlich mit seinem wertvollen Besitz. So durfte die Theater-AG unserer Schule, der FCSD, sich schon leihweise aus diesem Fundus bedienen.

Weiter geht es zu den Künstlern: Die insgesamt 27 Schauspieler des Hauses sind fest angestellt. Sie beginnen mit den Proben sechs Wochen vor der Premiere, jeden Vormittag und Abend wird das Stück eingeübt. Meist spielt ein Großteil der Schauspieler bei jedem Stück mit, da oft bis zu 16 Akteure benötigt werden. Trotz der wenigen Schauspieler gab es bis her kaum einen Mangel, sodass etwa andere Theater die ihrigen hätten zur Verfügung stellen müssen.

Alle vier bis sechs Wochen kommt ein neues Stück auf die Bühnen. Die Bauproben beginnen bereits vier Monate vorher. Die Bühnenwände sind knapp zehn Meter hoch und gut 20 Meter breit. Das Staatstheater verfügt über drei Bühnen, das Kammerspiel, das Kleine Haus mit 500 und das Große Haus mit rund 1000 Plätzen.

Die aufgeführten Stücke werden vom Chefdirigenten und den Tanz- und Schauspieldirektoren ausgewählt. Sie erstellen auch den Jahresplan für die kommende Spielzeit. „Jedes Stück ist auf seine Weise besonders“, erklärt Eckhard Martin die Faszination des Theaters, „Mal ist der Text sehr aufwendig, mal sind es die Kostüme.

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