Benutzerspezifische Werkzeuge
Sie sind hier: Startseite Archiv Presseberichte DA Echo 09.07.2009 „Schwitzen für bequemes Büffeln“

DA Echo 09.07.2009 „Schwitzen für bequemes Büffeln“

Sponsorenlauf: Die Freie Christliche Schule Darmstadt möchte vom Erlös neue Stühle kaufen – Die kleinsten Schüler sammeln und laufen am eifrigsten

leer

 
 
Das Schulgelände der Freien Christlichen Schule Darmstadt (FCSD) ist verlassen. Im angrenzenden Wald findet der erste Sponsorenlauf der Schule statt. Von dem Geld, das die Schüler pro zurückgelegtem Kilometer von ihren Sponsoren erhalten, sollen neue Stühle gekauft werden.

Die meisten Läufer bekommen von Eltern, Großeltern oder Lehrern ein bis zwei Euro pro Kilometer. „Aber die Grundschüler kriegen viel mehr, weil die in kleine Läden gegangen sind und da gefragt haben, und weil die klein und süß sind, haben die jetzt voll viele Sponsoren“, meint Kevin aus der siebten Klasse.

Doch die Grundschüler bringen nicht nur das meiste Geld mit, sie zeigen auch die größte Motivation. Während Schüler der Sekundarstufe gemütlich mit Musik im Ohr spazieren gehen, rennen sie Runde um Runde, nass geschwitzt und mit rotem Kopf, um die meisten Stempel zu bekommen.

Es wurden zwei Parcours abgesteckt – die Grundschulrunde ist ein Kilometer lang, die große Runde 1,25 Kilometer. An den Kreuzungen sitzen Lehrer als Aufsichtspersonen. Für jede gelaufene Runde bekommen die Schüler an der Stempelstation ein kleines Feld auf dem Laufzettel abgezeichnet.

Ziel des Wettbewerbs: Der Freundeskreis der FCSD möchte noch vor Beginn des neuen Schuljahres für jeden Schüler einen ergonomischen und individuell angepassten Stuhl anschaffen. Flexibel und höhenverstellbar sollen sie sein, damit sie sowohl für Oberstufen- als auch für Grundschüler geeignet sind.

Seit Jahren sammelt die Freie Christliche Schule bei verschiedenen Veranstaltungen Geld für das „Stuhlprojekt“. Beim Herbstmarkt etwa gab es eine Tombola. Unter den Schülern ist die Stimmung geteilt: Einige möchten den Sponsorenlauf jetzt jedes Jahr machen, andere finden es zu langweilig und anstrengend.

Schulsanitäter Matthias aus der zwölften Klasse sieht den Regen als die hauptsächliche Motivationsbremse. Er selbst hatte bisher noch nicht viel zu tun. „Wir haben das komplette Equipment mitgebracht und hatten bisher nur ein paar Blasen und eine Schnittwunde. Das ist echt enttäuschend“, meint er schmunzelnd.

katja lenhard
9.7.2009

 

Artikelaktionen